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Claudia Brefeld artgerecht & ungebunden
Claudia Brefeld: Lyrik
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es aufzuheben und weiterzugeben
war keine Zeit |
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Taxandria – die ewige Gegenwart (Impressionen vom gleichnamigen Film von Raoul Servais)
Das Rot dreht sich wieder und wieder entfliehen Möwen goldenen Türmen Buchblätter wirbeln im Sturm der Schleier umgarnen vergangene Träume
Schiffe türmen sich zu Schulen Zylinder flüstern Geheimworte Leninbärte erklären Maschinen die utopischen Phantasien
Frauen tragen Feuer
Zeichnen ist verboten wo Kathedralen versinken zerstören Zylinder Visionen
Ein Federhut nimmt Abschied um seinen Nachfolger zu begrüßen Setzer legen neue Wörter
Frauen tragen Feuer
Zylinder zählen Menschen aus suchen nach der Rebellion Bleilettern fallen wie Illusionen fügen sich zu neuen Schriften
Zeitungen werden verbrannt wo Leninbärte Texte in Texten sehen Irrtümer werden hingenommen denn Kryptogramme sind Anarchie
Hexen verwandeln sie zu Weissagungen
Zylinder geben Geheimschriften weiter in Kathedralen wartet die Wahrheit aus verbotenen Räumen flieht die Kamera Obscura
Zensuren ermutigen die Menschen sie zu brechen wo Träume bewacht werden denn halbe Räder können nicht rollen
Träume tropfen aus Kontrollen
Ruhe und Ordnung im Kopf der Beamten ein Dekret für Hoheiten Zylinder suchen am Ende des Feuers wartende Segel
Schiffe verschmelzen mit der Erde und Möwen werden festgenagelt Zylinder umzingeln das Ende doch Denkmäler fallen
Fliegende Boote treiben mondwärts |
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Gegenwart
Gegenfrage Gegenerklärung Gegenrede Gegensatz Gegenüber
Gegenwort Gegenstimme Gegenforderung Gegenwirkung Gegenseite
Gegenklage Gegenmittel Gegenmaßnahme Gegendruck Gegeneinander
Gegenwehr Gegenstoß Gegenschlag Gegenangriff GEGNER
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Suche
Türen gleiten nach rechts nach links Konsumdüfte locken
Sein Blick sucht von links nach rechts über Lippenstift und Schokolade ihr Gesicht
Deckenspiegel bezeugen den Griff ins Regal Er stockt erstarrt sein Mund schreit lautlos
Ihre Hand gleitet in
den Mantel zurück |
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Wintergedanken
Heute Nacht hat es geschneit glatt liegt das Laken so glatt
Stunden rieseln sinken Seite an Seite zu Boden aus der Stille weben sie ihr eigenes Tuch
Der Abend vergisst darüber zu kommen
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Ob BSE, ob MKS ...
Gebeine bohren sich aus der Glut in unsere Luftschlossidylle
Prasselnde Feuer machen Gänsehaut ...
Verkohlweste Leichen treiben Tränen in die Augen
Gräberlinien bis zum Horizont ...
Dioxinnebel verklären den Blick
Alles
unter Kontrolle … |
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Verspielter Frühling
Die Sonne kristallt auf der Wasserliege und meine Schließe äugelt geblendet ich baume mich an eine Lehne kräftige, stärke die Spür Sein Erzählen raunt und rauscht vom
knospenden Aufbruch.
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