„Lili Marlene“ … der versehrte Arm meines Großvaters Đurđa Vukelić-Rožić
Dieses Haiga zeigt eine eindrückliche Verbindung von Haiku und Bild. Inhaltlich zieht sich das Haiga von der Vergangheit (Beginn des Haiku links) zur Gegenwart (nach rechts), wobei diese auch schon wieder einige Zeit zurückliegen kann, wenn man das Radio betrachtet. Gleichzeitig scheint das Haiku die Lautstärke aufzudrehen, früher war es der Knopf, der von links nach rechts gedreht wurde, heute würde man den Lautstärkeregler nach rechts ziehen. Mit dem Lied „Lili Marlene“ verbindet man eine ganz spezielle Facette der Propaganda während des 2. Weltkrieges. Wie hat der Großvater dies alles erlebt und verarbeitet? Es bleibt offen. In dieser keineswegs beliebigen Offenheit liegt eine konzentrierte Fülle, die auch ein Eintauchen in eine der dunklen Seiten der Menschheitsgeschichte beinhaltet.